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der smarte „Fail-Safe“-Pfad zu effektiven Strukturen

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Wann Systemtheorie & Kybernetik hilfreich sind

Literatur

 

In diesem Bereich finden Sie Literaturhinweise, die einen Kontext zu dem Thema dieser Seite aufweisen.

 

Sinn und Zweck dieser Hinweise ist es, eine interdisziplinäre Perspektive von Management zu entwickeln.

 

Dabei muss es sich längst nicht um nur um Sachliteratur handeln, die einen wirtschaftswissenschaftlichen Bezug besitzt.

 

Alle Hinweise enthalten Kurzbeschreibungen und einen entsprechenden Link zu Amazon, wobei diese Links keinem Partnerprogramm unterliegen.

 

 

 

 

 



Maverick

 

Kann man mit natürlich geprägten Strukturen eine erwerbswirtschaftliche Erfolgsstory gestalten?

 

Der brasilianisch-österreichische Eigentümer-Unternehmen Ricardo Semler hatte es anscheinend buchstäblich "satt" die gesamte "Last" seines Unternehmen alleine zu tragen und "drückte" die Verantwortung bis nach ganz "unten" durch.

 

Lediglich auf der Basis eines gesunden Menschenverstandes veränderte Semler die Prozesse und Struktur seines Unternehmens derart radikal, dass SEMCO heute kein "unten" oder "oben" mehr kennt.

 

Kann ein Industriebetrieb mit ca. 4.000 Mitarbeitern und wohl (heute) 400 Millionen USD Umsatz förderalistisch funktionieren?

 

Mit seinem Buch MAVERICK ("der Alleingänger") beschrieb Semler den Weg seines Unternehmen und faszinierte die Managerwelt bereits im Jahre 1993.

 

Die deutsche Ausgabe ist vergriffen, aber die englische Version ist immer noch erhältlich.

 

 


 

 

 

Laws of Form

 

Die "Laws of Form" sind George Spencer-Browns Meisterwerk!

 

Sonderbarerweise ist das Buch äußerst simpel verfasst, aber ohne begleitende Sekundärliteratur schwer durchdringbar, falls man sich an einer reduktionistischen Interpretation des Kalküls versucht.

 

Das Buch beschreibt, dass sich mittels der Multiziplität eines einfachen Zeichens Komplexität und Logik beschreiben lassen.

 

Die Dualität des Zeichens „Token“ (ein gewöhnlicher Haken) als Operator und Operand ermöglicht Spencer-Browns Formen Welleneigenschaften, sog. Überlagerungen oder Interferenzen, die in der Lage sind das Verhalten einer physikalischen Welt der Quantenmechanik zu modellieren.

 

Mit Hilfe der „Laws“ lässt sich beschreiben, wie Formen (oder Systeme) als Asymmetrien vor einem symmetrischen Hintergrund wahrgenommen werden können, oder wieder darin verschwinden.

 

In Shakespeare Manier könnte man sagen: "Sein und Nichtsein sind die paradoxe Grundlage aller Dinge.

 

Einige Forscher nahmen die „LoF“ zum Anlass, ihre Wissenszweige auf ähnliche Weise aufzubauen bzw. zu beschreiben oder ihre Sicht der Dinge zu ändern; explizit etwa Niklas Luhmann in seiner soziologischen Systemtheorie.

 

 


 

 

 

Anabasis - Der Zug der Zehntausend

 

 

Xenophons Bericht über den Zug des jüngeren Kyros gegen seinen Bruder, den Großkönig Artaxerxes II., und über den Rückzug des griechischen Söldnerheeres, der "Zehntausend", von Babylon bis nach Byzanz in den Jahren 401/400 v. Chr. ist eines der erregendsten Werke der griechischen Antike.

 

Xenophon begibt eine unübertroffene Anschaulichkeit und packende Schilderung der abenteuerlichen Vorgänge. Zudem liefert er authentische Beobachtungen über Land und Leute, Sitten und Bräuche.

 

Interessant ist die Anabasis-Geschichte deshalb, da dieses Werk aus dem 4. Jahrhundert vor Christus die Effektivität föderalistischer Netzwerke in militärischer Hinsicht beschreibt.

 

Man könnte Xenophon daher auch als den Begründer der „asymmetrischen“ Kriegsführung bezeichnen, für deren Erfolg es keiner Hierarchie bedarf.

 

 

 


 

 

Führen mit flexiblen Zielen

 

Niels Pfläging beschreibt eine Welt der Unternehmensführung, die jenseits starrer Zahlenvorgaben und Budgets flexibel handelt.

 

Der Autor beschreibt mit seinem Buch Steuerungsmodelle von Unternehmen, die ohne Weisung und Kontrolle, Organigramme, starre Zielvorgaben, individuelle Leistungsvereinbarungen und Soll/Ist-Vergleiche daherkommen.

 

Chefs werden nicht benötigt, denn im Mittelpunkt steht die Selbstorganisation der Gruppe.

 

Die Beschreibungen klingen ungewöhnlich, denn Leistungsverantwortung wird an kundennahe Teams übertragen und Entscheidungen werden sowieso stets in Kundennähe getroffen.

 

Dort wo die Kompetenz am größten ist, wird jeder Mitarbeiter zum Kleinunternehmer im eigenen Betrieb, was den Netzwerken in Unternehmen zu Höchstleistungen verhilft.

 

Pfläging beschreibt ausführlich zwölf Beyond Budgeting-Fallbeispiele aus aller Welt. Absolut lesenswert!

 

 


 

 

Die Management Illusion

 

 

Haben Management-Konzepte von der Stange ausgedient?

 

Denn Management heißt, sich dem permanenten Wandel zu unterwerfen und stets aufs Neue Veränderungen anzuschieben.

 

Hier sind maßgeschneiderte Ansätze gefragt. Doch welcher Hilfen können sich Manager bedienen, wenn alle gängigen Denkmodelle auf überholten Vorhersagen beruhen und die kontemporäre Lehre nur eine Illusion von Kontrolle vermittelt?

 

Für die erfolgreiche Unternehmensführung überträgt der Autor, Hans-Dieter Krönung, deshalb Erkenntnisse der Naturwissenschaft auf das Zusammenspiel der Kräfte in Unternehmen.

 

So gelingt es zu verstehen, welche Veränderungen notwendig sind.

 

 


 

 

Effectuation

 

 

Effectuation“ ist das Ergebnis einer globalen „Entrepreneurship“-Forschung und wurde von Professor Saras Sarasvathy (University of Virginia) begründet.

 

Es ist offensichtlich, dass der Ansatz versucht, die Heisenbergsche Unschärferelation und einen radikalen Konstruktivismus in einen betriebswirtschaftlich tauglichen Kontext von Pragmatik zu überführen.

 

So ist die Zukunft zwar nicht vorhersehbar, aber sie kann durch Planungen und entsprechende Aktivitäten gestaltet werden, was die Unsicherheit zu absorbieren hilft.

 

Konsequenterweise kann dieses Ansinnen nur mit verfügbaren Mitteln realisiert werden, wobei ein zu erwartender Ertrag an Output zumindest den Input übertreffen sollte.

 

Eine kollektive Kooperation ist demnach das beste Mittel mit dem Unvorhersehbaren umzugehen.

 

Gerade der Freiraum an Improvisation der betrieblichen „Intrapreneure“ repräsentiert einen Hebel, der zu Innovation und bedeutsamen unternehmerischen Gelegenheiten führen kann.

 

 


 

 

Schneller & besser

 

 

Die Voraussetzung von Innovation ist es, synaptische Verbindungen zu kreieren, die imaginationslosen Dritten absolut fremd sind.

 

Der Managementberater Jeremy Gutsche ist ein gefragter Ansprechpartner, wenn es um Innovationen geht. In einer mehrjährigen Feldanalyse hat sich Gutsche mit Innovatoren, Entrepreneuren und Kunden ausgetauscht.

 

Das Resultat ist sein Buch "Schneller & besser", welches die grundlegenden Muster identifiziert, die nahezu allen bahnbrechenden Erfindungen und Erneuerungen gemein sind.

 

Die Spielregeln erscheinen einfach: Durch die Kombination anfänglich nicht komplementär erscheinender Verbindungen (Konvergenz) ergehen Nutzeneigenschaften, die für eine ganz bestimmte Gruppe unwiderstehlich wirken (Divergenz) können.

 

Die bewusste "Umlenkung" der Kreation von Nutzen folgt keinen bestehenden Trends und setzt auf noch unbesetzte Nischen.

 

Der Schlüssel, so scheint es, ist Herausforderungen pragmatisch anzugehen und die gefundene Idee derart schnell weiterzuentwickeln, dass Nachahmer stets der zweite Sieger bleiben.

 

Die Kernaussage ist: Wollen Sie ein Farmer (Verwalter eines Status Quo) oder etwa ein Jäger sein, der bereitwillig zur Zerstörung bereit ist, um besser zu werden?

 

 


 

 

 

Alle Macht für niemand. Aufbruch der Unternehmensdemokraten

 

Die entscheidende Frage lautet: Ist das nur wildes „Zeuchs“ was der Autor Andreas Zeuch über Unternehmensdemokratie erörtert?

 

Mit seinem Buch beschreibt Zeuch eine andere Form oder Dimension von Unternehmen, die auf demokratischen Strukturen und Kulturen aufgebaut sind.

 

Dabei reflektiert der Autor das Für und Wider der Demokratisierung und zeigt anhand von Fallbeispielen auf der Basis von Interviews, wie sich Unternehmen bereits wirtschaftlich erfolgreich demokratisiert haben und dies - zum Teil - seit Jahrzehnten.

 

Ein inspirierendes Buch, dass zwar zeigt, was möglich ist, aber zugleich mit der Realität vieler Unternehmen nichts gemein hat. Dennoch ist sein Grundgedanke nicht gänzlich falsch, wenn man den Ansatz der Demokratie durch Föderalismus ersetzen würde. Lesenswert allemal ...

 

 

 

 


 

 

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