Organizational Design

bintelligencelogo

Ihr MENTOR für den smarten Weg zu effektiven Strukturen

Bintell-Wiki

Blog

Neuigkeiten

Problem & Remedy

Wann Systemtheorie & Kybernetik hilfreich sind

Institute

 

Sie interessieren sich für Fragen und Antworten zu Dingen die über konventionelle Betriebswirtschaft hinausgehen?

 

In diesem Fall könnten die folgenden Hinweise zu diversen Instituten hilfreich sein, von denen sich einige mit interdisziplinärer Grundlagenforschung beschäftigen.

 

Sinn und Zweck ist es, eine umfassende Theorie komplexer adaptiver Systeme in Physik, Biologie, Technik und Sozialwissenschaften zu erarbeiten.

 

Ebenso wollen wir auf Einrichtungen erwerbswirtschaftlicher Unternehmen aufmerksam machen, die deren erfolgreiche Vernetzungsmodelle bewusst veröffentlichen.

 

 

 

 



Santa Fe Institute

 

Das im Jahre 1984 gegründete Santa Fe Institute (SFI) ist ein privates, gemeinnütziges Forschungs- und Lehrinstitut mit Sitz in Santa Fe, New Mexico (USA).

 

Mit der interdisziplinärer Grundlagenforschung des „Santa Fe Institute“ konnte mittlerweile eine Theorie erarbeitet werden, die das Verhalten komplexe adaptiver Systeme in Physik, Biologie, Technik und den Sozialwissenschaften zu beschreiben vermag.

 

Die Theorie komplexer Systeme ist ein inzwischen etablierter Forschungsgegenstand.

 

Gegenwärtige Arbeitsthemen sind kognitive Neurowissenschaft, Computersimulation in Physik und Biowissenschaften, ökonomische und soziale Wechselwirkungen, evolutionäre Dynamik, Netzwerkdynamik und Robustheit.

 

Da Interdisziplinarität die große Herausforderung kommender Dekaden sein wird, bietet das Santa Fe Institute natürlich auch diverse Kurse an.

 

 


 

 

Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme

 

 

Das im Jahre 1992 gegründete Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme (MPI PKS) in Dresden ist eine außeruniversitäre Forschungseinrichtung, unter der Trägerschaft der Max-Planck-Gesellschaft (MPG).

 

Obwohl sich das Institut hauptsächlich mit Grundlagenforschung im Fach der Naturwissenschaften auf dem Gebiet der Theoretischen Physik beschäftigt, was komplexe Systeme im Zusammenhang mit klassischer Physik und Quantenphysik betrifft, so wird dennoch auch Interdisziplinarität betrieben.

 

Mit Hilfe der biologischen Physik versucht man z.B. die Prozesse in biologischen Systemen mit Hilfe der Gesetze der Physik und ihrer Messmethoden zu untersuchen und zu beschreiben.

 

Ziel ist es ein höheres Wissen über die Funktionalität und das Verhaltens komplex adaptiver Systeme der Biologie anhand der Physik zu erhalten. Die Erkenntnisse können somit zu einem besseren Verständnis der Bionik führen.

 

Hierzu bietet das Institut auch ein umfangreiches Seminar- und Workshopprogramm, sowie diverse Veranstaltungen an.

 

 


 

 

Deutsche Gesellschaft für System Dynamics e.V.

 

System Dynamics (SD) oder Systemdynamik ist eine von Jay W. Forrester Mitte der 1950er Jahre an der Sloan School of Management des MIT entwickelte Methodik zur ganzheitlichen Analyse und (Modell-)Simulation komplexer und dynamischer Systeme.

 

Die Methode bietet die Möglichkeit, aus einer Analyse der Problemstruktur und des von ihr verursachten Verhaltens, Einsichten über langfristig wirksame Entscheidungsregeln abzuleiten.

 

Die Sloan School of Management des Massachusetts Institute of Technology (MIT) gilt als eine der weltweit führenden Business Schools.

 

Der deutsche „Ableger“ ist dieDeutsche Gesellschaft für System Dynamics e.V.“

 

Der Verein versteht sich als deutscher Teil der internationalen System Dynamics Society, Inc.

 

Er fördert die Verbreitung von Systemdenken und System Dynamics in Wissenschaft, Forschung, Lehre und Praxis sowie den Austausch zwischen an diesen Themen interessierten Personen und Institutionen in Deutschland.

 

 


 

 

Social Physics - MIT, Cambridge

 

 

Eine absolute Vernetzung, enorme Rechnerkapazitäten und Big Data sind der wahrgewordene Traum aller Kybernetiker.

 

Man kann sagen, dass die Forschungsrichtung der Steuerungs- und Regelungstechnik mit den sog. „Macy Konferenzen“ begründet wurde, die zwischen den Jahren 1946 und 1953 in den USA stattfanden.

 

Der „Think Tank“ (die Denkfabrik) bestand aus einer Reihe der fähigsten Köpfe dieser Zeit; Koryphäen der Anthropologie, Biologie, Elektrotechnik, Genetik, Mathematik, Physik, Physiologie, und Soziologie waren Bestandteil der Konferenzen.

 

Im „Aftershock“ des 2. Weltkrieges sollte eine universale und interdisziplinäre Wissenschaft geboren werden, deren Ziel es ist, Aufbau- und Funktionsweise des menschlichen Gehirns nachzubilden.

 

Mit Hilfe dieses Ansatzes sollte u.a. untersucht werden, ob katastrophale Ereignisse (wie der 2. Weltkrieg) durch Antizipation eingrenzbar, oder durch gezielte Steuerung sogar zu verhindern sind.

 

Viele Dinge die wir heute täglich benutzen und noch nutzen werden, sind die mittelbare Frucht dieser Konferenzen aus den frühen 50er Jahren. Die Vernetzung durch das Internet ist sicherlich die tatsächlich „sichtbare“ Konsequenz dieser Treffen.

 

Das Internet der Dinge (IoT) ist eine absolut logische Weiterentwicklung, welche die Datensammlung auf ein bisher ungeahntes Niveau heben soll, indem der Mensch mit „intelligenten Gegenständen“ (z.B. Handhelds, Waerables oder auch Implants) der Sensorik permanent vernetzt wird.

 

Die „Salonfähigkeit“ der Technologie ergeht einem intrinsischen Wunsch nach Kommunikation (einer Lagerfeuermentalität des Social Media) und dem natürlichen „Spieltrieb“ (durch die Nutzung von Apps) des Menschen.

 

Die Vernetzung soll den Menschen auf allen Wegen „begleiten“ und ihn bei seinen Tätigkeiten und Handlungen „unterstützen“. In absehbarer Zeit wird man deshalb nur noch Produkte erwerben können, die intelligent vernetzte Datenträger sind.

 

Die Welt ist heute nahezu komplett digitalisiert und vernetzt. Die Daten des GRIDS sind der neue „Goldrausch“, zumindest für diejenigen, die diese auch zu nutzen wissen.

 

Die Visionen der Macy Konferenzen wurden mittlerweile größtenteils verwirklicht und einige, wichtige Mitglieder fanden danach ihre „Heimat“ im Umfeld des MIT’s, dem Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA).

 

Es ist also kein Zufall, sondern Konsequenz, dass z.B. das World Wide Web Consortium (W3C) am MIT begründet wurde. Kein Wunder ist es auch, dass die spannendsten Forschungsinstitute der kybernetischen Gegenwart am MIT beheimatet sind.

 

An dieser technischen Elitehochschule der USA wird Kybernetik nicht nur praktiziert, sondern regelrecht geatmet, obwohl der Begriff selbst keine Verwendung findet.

 

So beschäftigt sich das Media-Lab der MIT‘s u.a. auch mit der Kybernetik sozialen Systeme, was dort „Social Physics“ genannt wird, weil es einfach entschieden attraktiver klingt.

 

Ziel dieser Forschungen (unter der Leitung von Alex „Sandy“ Pentland) ist es, die Sozialwissenschaft in einen Einklang zu den kybernetischen Erkenntnissen zu bringen. Die Erkundung sozialen Verhaltens, anhand von „Big Data“ entspricht - gemäß Pentland – der Entdeckung der Bakterienwelt durch das Mikroskop.

 

Gegenüber Dritten und Sozialromantikern wird das Ansinnen, als eine Möglichkeit „verkauft“ eine bessere Gesellschafft zu etablieren, indem z.B. globale Erwärmung, das Aufkommen des Verkehrs oder auch das Auftreten von Seuchen besser bewältigt werden kann.

 

Die Message des Media Labs zu Social Physics auf der Website des MIT ist eindeutig:

 

How can we create organizations and governments that are cooperative, productive, and creative?

 

Der individuelle Nutzen wird stets in einem kollektiven Kontext proklamiert, aber das man hierzu die weltweiten Bedürfnisse und Handlungen einzelner - anhand von „Big Data“ –algorithmisch erfassen will, wird gekonnt verschwiegen.

 

Die ungeschminkte Wahrheit ist allerdings, dass (ganz im Sinne der „Macy“ Visionen) die Analyse massiver Datenmengen antizipative Approximationen des Verhaltens von Einzelnen und Gruppen im gesellschaftlichen Kontext ermöglichen kann.

 

Falls Sie sich nun an die Kurzgeschichte „Minority Report“ des amerikanischen Autors Philip K. Dick aus dem Jahr 1956 denken, ist dies kein Zufall.

 

Die „Social Physics“ sind das mit Abstand größte Soziologieprojekt, welches die Welt bisher gesehen hat.

 

Im Hinblick auf die Erkenntnisse von Ross Ashby, sollte allerdings für jeden verständlich sein, welche wirtschaftliche und politische Macht der Zugriff auf dieses kybernetische Wissen impliziert.

 

Zudem wird die unternehmerische Nähe von Alex Pentland zu Google als kritisch erachtet.

 

 


 

 

Self-Management Institute

 

Das „Self-Management Institute“ ist ein Ableger der amerikanischen Firma „The Morning Star Company“, dem weltweit größten Verarbeitungsbetrieb von Tomaten mit Sitz in Kalifornien.

 

Die rund 400 Mitarbeiter von Morning Star erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von ca. USD 700 Millionen, wobei es in dem Unternehmen keine Vorgesetzten gibt.

 

Der Inhaber und CEO, Chris Rufer, setzt auf seine Mitarbeiter und möchte lediglich 5 grundsätzliche Prinzipien verfolgt sehen.

 

Das Verständnis (1) gemeinsam zu bewältigender Aufgaben (2) soll Gruppenintelligenz (3) und Abhängigkeiten (4) fördern, Innovation durch Initiative freisetzen und zu einer simplen Pragmatik (5) gegenüber den Kunden führen.

 

Seit der Gründung im Jahre 1970 verfügt Morning Star über durchschnittliche Wachstumsraten im zweistelligen Bereich, was gemäß Chris Rufer nur auf die fehlende Präsenz von Vorgesetzten zurückzuführen sein soll.

 

Mit dem Self-Management Institute möchte Rufer seine Erfahrungen teilen und viele weitere Betriebe ermutigen, andere Wege der Unternehmensführung zu beschreiten, die nichts mit der gängigen Lehre an Universitäten gemein haben.

 

Dementsprechend lautet auch das Motto des Instituts:

 

A central tenet of the Self-Management philosophy is that this method of organizing is more than merely another "novelty" management technique. The principles upon which the philosophy is based are derived from fundamental phenomena in human nature.

 

 

 


 

 

 

 

stay tuned

 

Sonstige Info

Weitere Informationen von Interesse