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der smarte „Fail-Safe“-Pfad zu effektiven Strukturen

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Unternehmen

 

In diesem Bereich finden Sie Links zu Unternehmen, die bereits netzwerksartige Strukturen aufweisen.

 

 

Manche Betriebe operieren mit diesem Prinzip seit mehreren Dekaden, wobei Branchen, Umsatzhöhen und Mitarbeiterzahlen keine Rolle spielen.

 

Dabei ist es nebensächlich und unbedeutend, ob die Organisationen im Dienstleistungs-, Handels- oder Produktionssektor angesiedelt sind.

 

Die einzige Gemeinsamkeit dieser Organisationen lässt sich auf ein föderalistisches Führungsverständnis reduzieren, welches die Entfaltung der Menschen, als wichtigste Ressource, fordert und fördert.

 

Die Beweggründe der Föderalismen beruhen dabei sicherlich nicht auf systemtheoretischen Erkenntnissen. Ein gesunder Menschenverstand war die Triebfeder der Entwicklung, dessen Fundamente auf humanistischen, demokratischen, anthroposophischen, puritanischen oder christlichen Weltbildern gründen.

 

Die berechtigte Frage: Woran erkennt man derartige Unternehmen? Ganz einfach: Achten Sie lediglich auf eine hohe Innovationsfähigkeit!!

 

 

 



SEMCO

 

Das brasilianische Vorzeigeunternehmen SEMCO dürfte wohl einzigartig sein, wenn es um föderalistisch-demokratische Grundprinzipien in Unternehmen geht.

 

Der Inhaber Ricardo Semler ist vollkommen neue Wege der Unternehmensführung gegangen und dies extrem erfolgreich.

 

Das "Who is Who" vieler international erfolgreicher Unternehmen ist mittlerweile gen Sao Paulo "gepilgert", um das "Unbegreifliche" zu verstehen:

 

Partizipation statt Hierarchie, Vertrauen statt Kontrolle und Mitbestimmung anstatt einer linear-autoritärer Führung?

 

Kann ein Industrie- und Dienstleistungsbetrieb mit ca. 4000 Mitarbeitern und wohl (heute) 400-500 Millionen USD Umsatz förderalistisch funktionieren?

 

Manche sagen, "you must be joking" oder "are you out of mind"; so etwas geht - falls überhaupt - nur in Brasilien, oder in anderen "Entwicklungsländern".

 

Dennoch, oder vielleicht gerade deshalb ist Ricardo Semler inzwischen ein international gefragter Speaker, der Vorlesungen in extrem "unterentwickelten" Umgebungen hält; nämlich z.B. in Harvard und am MIT.

 

Wollen Sie etwas über seinen modernen Führungsstil, den SEMCO Way ”A company full of crazy people?” erfahren, dann klicken Sie doch einfach die Website von SEMCO;

 

 


 

 

AES Corporation

 

Sind Größe und Branche etwa Kriterien über den Einsatz föderalistisch geprägter Netzwerkstrukturen?

 

 

Die AES Corporation ist ein stromproduzierendes Unternehmen mit Hauptsitz in Arlington, Virginia (USA).

 

 

Der im Jahre 1981 von Roger Sant und Dennis Bakke gegründete Betrieb agiert in 18 Ländern, verfügt über einen Umsatz von 17 Milliarden USD und zählt mehr als 18.500 Beschäftigte.

 

 

Unglaublich, aber wahr!! Auch wirklich große Unternehmen können föderalistisch aufgebaut sein.

 

 


 

 

W.L.Gore & Associates

 

Wer kennt sie nicht, die wind- und wasserdichte, aber atmungsaktive Textilie "Gore-Tex", als Sport-, Freizeit- und Arbeitsschutzkleidung?

 

Die W. L. Gore & Associates ist ein PTFE-verarbeitendes Unternehmen. Es wurde im Jahre 1958 in einer Garage von Bill Gore gegründet.

 

Gore arbeitete in der Forschungsabteilung des Chemieunternehmens DuPont. Er erkannte das Potential von PTFE (Polytetrafluorethlylen), sein Arbeitgeber hingegen stufte PTFE als uninteressant ein.

 

Die Gründung verfolgte zwei Ziele:

 

++ neue Anwendungsfelder für PTFE zu finden und

 

++ eine Unternehmenskultur zu schaffen, die auf Eigenverantwortung und Spaß bei der Arbeit beruht.

 

Heute ist Gore Weltmarktführer im Bereich PTFE.

 

Weltweit arbeiten ca. 10.000 Mitarbeiter in 30 Ländern. Die Geschäftsbereiche (Elektronik, Industrieprodukte, Medizin, Textilien) erzielen einen Jahresumsatz von mehr als 3 Mrd. US-Dollar.

 

Die Produktion in Deutschland erfolgt an den Standorten Feldkirchen-Westerham, Putzbrunn und Pleinfeld. Zu den bekannten Produkten zählen wasserabweisende, atmungsaktive Funktionskleidung (Gore-Tex) und Zahnseide.

 

Dem Grundsatz, dass Menschen von sich aus arbeitswillig sind und daher keiner Führung bedürfen, wird auch heute noch konsequent nachgegangen.

 

Mitarbeiter sind Associates, also Partner. Führungskräfte werden für die Zeit eines Projektes von den Projektmitarbeitern gewählt.

 

Neue Mitarbeiter erhalten keine direkten Vorgesetzte, stattdessen erhalten sie bei ihrem Eintritt einen "Initial Sponsor", einen Mentor, der sie in ihrer Unternehmenslaufbahn begleitet.

 

Dieser kann aber bei Bedarf auch gewechselt werden, z.B. bei einem Wechsel des Arbeitsbereiches.

 

Um flexibel genug zu sein und Verkrustung oder der Entwicklung einer Hierarchie vorzubeugen, teilt sich ein Werk, sobald die Zahl von 150 Mitarbeiter überschritten wird (=Amöbenprinzip).

 

Die Unternehmensprinzipien von Gore:

 

++ Die Freiheit selbst Unternehmer im Unternehmen zu sein, sich selbst zu entwickeln und eigenen Ideen nachzugehen. Dabei aber auf die Toleranz bei Fehlern und Misserfolgen bauen zu können;

 

++ Selbstverpflichtung: Nicht auf Anweisungen handeln, sondern sich Projekte selbst suchen und für deren Erfolg zu arbeiten sowie sich an gemachte Absprachen halten;

 

++ Fairness: kein Wettbewerb innerhalb des Unternehmens. Mit Lieferanten und Mitarbeitern wird ein vertrauensvoller Umgang gepflegt;

 

++ Waterline: Entscheidungen, die das Unternehmen als ganzes gefährden können (und deshalb unterhalb der Wasserlinie liegen), müssen mit anderen Mitarbeitern abgesprochen und entschieden werden. Ansonsten sind Experimente erlaubt und sogar erwünscht.

 

Wenn Sie mehr über W.L. Gore und "No ranks, no Titles" erfahren wollen, dann klicken Sie einfach auf den Link.

 

 


 

 

Svenska Handelsbanken

 

 

Svenska Handelsbanken (kurz Handelsbanken) ist ein schwedisches Kreditinstitut, dass 1871 gegründet wurde.

 

Das Unternehmen ist eine der größten Banken in Nordeuropa mit einem flächendeckenden Filialnetz in Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark und Großbritannien sowie 35 Niederlassungen in weiteren 17 Ländern.

 

Die Bank zählt ca. 11.000 Mitarbeiter und besitzt eine Bilanzsumme von € 197 Milliarden.

 

1970 wird Jan Wallander Vorstandsvorsitzender des Unternehmens und richtet es organisatorisch komplett neu aus.

 

Dabei wurden weitgehend selbständige Regionalbanken verfolgt und das seit der Gründung praktizierte Budgetverfahren, zu Gunsten eines "Beyond Budgeting-Ansatzes", abgeschafft.

 

Ein erstes Programm zur Gewinnbeteiligung der Mitarbeiter wurde bereits im Jahre 1973 aufgelegt und ab 1980 expandiert das Unternehmen außerhalb Schwedens.

 

In der Schwedische Bankenkrise von 1990 bis 1992 muss die Bank hohe Verluste hinnehmen, ist aber als einzige schwedische Großbank nicht auf Staatshilfe angewiesen.

 

1999 beginnt der Ausbau des Filialnetzes in Großbritannien. Quellen: Wikipedia;

 

Erfahren Sie mehr über das Geheimnis des Erfolges der Svenska Handelsbanken, indem Sie den Link aktivieren.

 

 



 

dm-Drogeriemarkt

 

Die dm-drogerie markt GmbH & Co. KG ist ein deutsches Drogeriemarktunternehmen mit mehr als 3.100 Filialen und ca. 52.500 Mitarbeitern (davon ungefähr 36.000 in Deutschland), die einen Umsatz von ca. € 8,32 Milliarden p.a. erwirtschaften.

 

dm ist der größte Drogeriekonzern in Europa (Stand 31. März 2015), wobei dessen Erfolg auf einem ganzheitlich unternehmerischen und sozialen Denken beruht.

 

Das Unternehmen wurde im Jahre 1973 von Herrn Götz W. Werner in Karlsruhe begründet.

 

Die Unternehmenskultur ist von flachen Hierarchien mit dialogischer Führung und großen Entscheidungsspielräumen der Mitarbeiter geprägt.

 

Nach eigenen Angaben räumt der Unternehmensgründer Götz Werner dem Arbeitsklima einen höheren Stellenwert ein als dem Profit.

 

Das bewährte Konzept ist es, den Menschen - ob Kunde, Partner oder Mitarbeiter - in den Mittelpunkt zu stellen.

 

Im Fokus steht dabei der Dialog mit dem Verbraucher und zwischen den Mitarbeitern des Unternehmens.

 

Respekt vor der Individualität des Mitmenschen, aber auch vor dem regionalen Umfeld der Märkte sind die Grundlage für ein organisches Wachstum von dm-drogerie markt.

 

Auch in Deutschland gibt es Unternehmen, die sich erfolgreich von der Struktur mittelalterlicher Fürstentümer getrennt haben und denen nachhaltiger Bestand und Entwicklung am Herzen liegen.

 

Unter folgendem Link bekommen Sie mehr Info über den dm-drogerie markt GmbH & Co. KG.

 

 


 

 

Southwest Airlines

 

 

Southwest Airlines ist eine US-amerikanische Inlands-Billigfluggesellschaft mit Sitz in Dallas, Texas, USA.

 

Das im März 1967 als Air Southwest Inc. von Herbert D. Kelleher und dem texanischen Geschäftsmann Rollin King gegründete Unternehmen gilt als die "Mutter" aller Billigfluglinien.

 

Die 46.000 Mitarbeiter von Southwest erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von ca. USD 17,8 Milliarden. Es ist quasi selbsterklärend, dass der Erfolg im Billigflugsegment eine außerordentlich hohe Effizienz und schnelle Taktung der Prozesse voraussetzt.

 

Wie schafft es ein Unternehmen gerade im Billigsegment, über 30 Jahre keine rote Zahlen zu schreiben und seit der Gründung keinen einzigen Mitarbeiter zu entlassen?

 

Southwest ist einzige Linie, die nach 9/11 keine Flüge streichen musste und das Streckennetz sogar noch ausbauen konnte.

 

Southwest Börsentickersymbol ist "LUV" und bringt es auf den Punkt.

 

Das Wortspiel bedeutet Liebe zum Job und Liebe zum Dienst am Kunden, wobei die wichtigsten Kunden die eigenen Angestellten sind. Den Mitarbeitern ist klar, dass Southwest ein katalytischer Durchlauferhitzer ist, der deren eigenen Bestand und Entwicklung sichert.

 

Konsequenterweise besitzt Southwest eine komplementäre Netzwerkstruktur, die auf Spaß und extremer Pragmatik beruht.

 

Alle Vorgaben sind simpel, menschlich, schnell und mit so viel Hightech wie nötig versehen. Es erscheint fast logisch, dass die Mitarbeiter von kollektiven Gewinnbeteiligungen profitieren.

 

Die Message lautet:

 

"We are committed to provide our Employees a stable work environment with equal opportunity for learning and personal growth. Creativity and innovation are encouraged for improving the effectiveness of Southwest Airlines. Above all, Employees will be provided the same concern, respect, and caring attitude within the organization that they are expected to share externally with every Southwest Customer."

 

Obwohl das erfolgreiche Southwest Airlines-Konzept bereits von einigen Fluggesellschaften kopiert, u. a. durch Ryanair und easyJet, wurde, konnte sich kein Nachahmer derart effizient profilieren. Warum? Es fehlt einfach an der richtigen Philosophie.

 

Die Drehkreuze von Southwest sind u.a. Phoenix, Baltimore und Chicago (Midway). Heimatflughafen ist seit 1971 bezeichnenderweise das Dallas Love Field in Dallas, Texas.

 

 


 

 

The Morning Star Company

 

 

Morning Star ist der weltgrößte Betrieb für die Verarbeitung von Tomaten und in Woodland, Kalifornien (USA) beheimatet.

 

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 1970 von Chris Rufer, einem damaligen MBA Studenten der UCLA, dessen Zweck darin bestand Tomaten zu transportieren.

 

Durch eine vertikale Integration der Wertschöpfung verfügt der Betrieb heute über drei Produktionsanlagen, die mittlerweile ca. 30% aller Tomaten in den USA verarbeiten.

 

Die Tomaten werden als Bulkware oder in Dosen verkauft. Zudem gibt es einen Geschäftsbereich der Ernten unterstützt, wobei ca. zwei Millionen Tonnen an Tomaten transportiert werden.

 

Die rund 400 Mitarbeiter erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von ca. USD 700 Millionen.

 

Obwohl das Unternehmen keine wirklich verwertbaren Zahlen veröffentlicht, gilt es als der effizienteste Agrarverarbeitungsbetrieb weltweit, da der Präsident, Chris Rufer stets von zweistelligen Wachstumsquoten spricht, währenddessen sich der Rest der Branche mit einem durchschnittlichen Zuwachs von 1% zufrieden geben muss.

 

Woran liegt der Vorteil an Effizienz begründet, obwohl es in Rufer's Universum keine Manager gibt?

 

Ganz pragmatisch erklärt Chris Rufer dann meist, dass Management per se die am wenigsten effektive Tätigkeit in Betrieben ist, und dabei einen enorm hohen Fixkostenanteil verursacht.

 

In manchen Unternehmen verursachen Manager meist ca. 35% der gesamten Lohnkosten. Also warum sollte man sich diesen "Klotz" an das Bein binden?

 

Chris Rufer's Vision ist, dass seine Mitarbeiter diese genauso gut erledigen können, falls sie ihre Entscheidungen, wie im täglichen Leben, selbst treffen.

 

The Morning Star Company ist also ein Netzwerk gleichberechtigter Intrapreneure und der organisatorische Trick besteht aus einem wahrhaften CLOU.

 

Dieser sog. Colleague Letter of Understanding (CLOU) basiert auf einer vertragsmässigen Ausdifferenzierung zwischen den Mitarbeitern, die sich deren gegenseitigen Abhängigkeiten (ähnlich zu einem Ehepaar) versichern.

 

Dieses "Verhandeln" gegenseitiger Verträge findet findet demnach jedes Jahr einmal statt und wird zwischen den direkten Mitarbeiter-Kunden vereinbart.

 

Dabei wird ein spezieller Wert darauf gelegt, dass jeder Mitarbeiter lediglich "Veträge" mit seinen direkt betroffenen Kollegen eingeht, sodass eine etwaige Überlastung durch Komplexität im Vorfeld ausgeschlossen werden kann.

 

Für Rufer's Morning Star sind Freiräume und das Selbstmanagement seiner Mitarbeiter exterm wichtig: “Around here, nobody’s your boss and everybody’s your boss.

 

Man sieht, auch auf dieser Art und Weise kann man zu einem Weltmarktführer werden.

 

 


 

 

 

 

 

Stay tuned

 

 

 

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