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St. Galler Managementkonzept

Das St. Galler Management-Modell (SGMM) ist ein Ende der 1960er Jahren an der Universität St. Gallen entwickelter Management-Bezugsrahmen, der 1972 von Hans Ulrich, dem Wegbereiter der systemorientierten Managementlehre im deutschsprachigen Raum, gemeinsam mit Walter Krieg erstmals publiziert und später zunächst von Knut Bleicher (1991) und Johannes Rüegg-Stürm (2002) weiter entwickelt wurde.

Große allgemeine Bekanntheit hat die 1991 hervorgehobene Gliederung der Aufgaben der Unternehmensführung in drei Ebenen gefunden:

Das normative Management, das strategische sowie das operative Management.

Was allerdings als Neuheit gepriesen wurde, wurde schon Ende der 50er Jahre von Stafford Beer, mit seinem "Viable System Model" postuliert. Die St. Galler Konzepte waren keine Neuerfindung eines Managementansatzes, sondern lediglich ein in die BWL überführtes Konstrukt (Plagiat) des "Viable System Models".

Als kritisch sollte angesehen werden, dass im Zentrum des St. Galler Modells nach wie vor Personen mit ihrer individuellen Verantwortung, innerhalb von Hierarchien, stehen.

Die Rolle des Vorgesetzen wird nicht vernachlässigt, sonder sogar überbetont. Ferner verweist gerade Bleicher auf Managementwerkzeuge, von denen absolut keine Integrationswirkung (siehe Balanced Score Card) ausgehen kann.

2014 kam der aktuelle Stand des Modells unter dem Namen "Das St. Galler Management-Modell der 4. Generation" mit drei Auflösungsebenen heraus. Entwickelt wurde diese neue Generation von Johannes Rüegg-Stürm und Simon Grand, dessen Ziel nun anscheinend eine Art von Sozialkonstruktivismus sein soll.

Zweifellos dürften die biokybernetisch beeinflussten Interpretationen der Malik-Schule die bessere Alternative für systemisches Management sein, zumal Fredmund Malik auch eine besondere Beziehung zu Stafford Beer pflegte.

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