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Managerial Grid

Das Managerial Grid (auch: Verhaltensgitter) ist ein wissenschaftliches Modell, das die Kombinationsmöglichkeiten von Mitarbeiter- und Sachaufgabenorientierung im Management aufzeigt.

Es beruht auf Forschungsergebnissen der US-amerikanischen Ohio State University und wurde 1964 im Rahmen eines Führungstrainings für das Unternehmen Exxon Mobil von Robert R. Blake und Jane Mouton entwickelt.

Es gibt zwei Achsen, die in jeweils neun Stufen unterteilt sind.

Blake/Mouton gehen davon aus, dass es grundsätzlich wenigstens zwei Orientierungen im Führungsverhalten gibt, waagrecht die sachrationale (aufgabenorientierte) und senkrecht die sozioemotionale (mitarbeiterorientierte)Dimension.

Theoretisch ergeben sich daraus 81 verschiedene Verhaltensmuster, jedoch nur fünf werden als wesentlich betrachtet. Vier davon sind extreme Ausprägungen, die fünfte stellt ein Mittelmaß dar.

++ Beim 1.1-Führungsstil („Überlebensmanagement“ oder „verarmtes Management“) wird weder Wert auf die Mitarbeiter noch auf die Arbeitsergebnisse gelegt. Dies entspricht dem Laissez-faire-Stil.

++ Beim 1.9 -Führungsstil („Glacéhandschuh-Management“ oder „Country- Club Management“) wird großer Wert auf ein spannungsfreies Miteinander gelegt. Eine freundliche Arbeitsatmosphäre ist im Mittelpunkt, auf die Arbeitsergebnisse wird weniger Wert gelegt, der Leistungsdruck ist also gering.

++ Beim 9.1 -Führungsstil („Befehl-Gehorsam-Management") stehen die Arbeitsergebnisse im Zentrum, auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter wird weniger Wert gelegt. Häufig wird dieser Stil bei Akkordarbeiten angewandt, denn das einzige, was zählt, ist das Ergebnis.

++ Beim 9.9 -Führungsstil („Team-Management“) wird eine sehr hohe Arbeitsleistung erzielt, gleichzeitig sind die Mitarbeiter sehr zufrieden. Das Arbeitsklima ist sehr gut, da die Ziele des Unternehmens und der Mitarbeiter gleichzeitig verwirklicht werden.

++ Beim 5.5 -Führungsstil („Organisations-Management“ oder „Organization Man – Management") existiert ein ständiges Pendeln zwischen der Forderung nach Arbeitsleistung und dem Wunsch, die Mitarbeiter zufriedenzustellen. Die Mitarbeiter sind motiviert, laufen aber nicht zur Höchstform auf, hier gibt es eine Kompromisslösung.

Der 9.9 Führungsstil gilt als optimal, alle Formen im Bereich 5.9, 5.5, 9.5 als erstrebenswert.

Hinzu kommen zwei weitere Führungsstile, die aus den Hauptstilen kombiniert werden:

++ Patriarchalische Orientierung: Sie verbindet 9.1 und 1.9. Charakteristisch hierfür ist eine Beziehung, in der Anerkennung und Belohnung gegen Loyalität und Gehorsam ausgetauscht werden.

++ Opportunistische Orientierung: Hier werden vom Vorgesetzten jeweils einzelne oder eine Kombination der anderen sechs Stile angewandt. In einem wechselseitigen Verhältnis wird Leistung gegen Gegenleistung ausgetauscht.

Robert R. Blake und Jane Mouton weisen auf verschiedene Einflussfaktoren für die Wahl des Führungsstils hin:

++ die Organisation, in der der Mitarbeiter tätig ist

++ die Situation, in der er sich befindet

++ Führungsvorstellungen des Führenden

++ Persönlichkeit des Führenden

++ Gelegenheit des Vorgesetzten, erlerntes Verhalten auf konkrete Führungssituationen anzuwenden

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