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Konstruktivismus

Konstruktivismus nennen sich mehrere Strömungen in der Philosophie des 20. Jahrhunderts.

Auf Grund des gemeinsamen Namens werden sie oft irrtümlich für übereinstimmend gehalten.

Die meisten Varianten des Konstruktivismus nehmen eine nominalistische Position zum Universalienproblem ein.

Sie gehen also davon aus, dass die erkannten Gegenstände konstruiert werden und nicht unabhängig von ihrer Erkenntnis existieren.

Der radikale Konstruktivismus bestreitet die menschliche Fähigkeit, eine von ihm unabhängige, objektive Realität zu erkennen, da jeder Einzelne sich seine Wirklichkeit im eigenen Kopf lediglich „konstruiert“, bzw. errechnet.

Dagegen glaubt der Erlanger Konstruktivismus an eine gemeinsame Konstruktionsweise. Dabei soll es mit Hilfe einer besonderen Sprach- und Wissenschaftsmethodik möglich sein, „dass naive Vorfinden der Welt“ zu überwinden und durch „methodische Erkenntnis- und Wissenschafts-Konstruktion“ zu ersetzen.

Ob dieses gemeinsam Konstruierte auch unabhängig von seiner Konstruktion existiert oder bloß einen Konsens belegt, ist dagegen eine Frage der Interpretation. Der Erlanger Konstruktivismus wird von der konstruktiven Mathematik angeregt, die wie der Radikale Konstruktivismus eine nominalistische Anschauung vertritt.

Der Konstruktivismus behandelt die Erschaffung eigener Realitäten, Dimensionen oder sogar Fähigkeiten, die durch das individuelle Erkennen oder den Glauben an diese Realitäten, Dimensionen oder Fähigkeiten erst entstehen.

Vor diesem Hintergrund nimmt jeder Mensch die Welt anders wahr, da das menschliche Unterbewusstsein Dinge hervorhebt oder sogar neu in das Sichtfeld einfügt, die ihm als wichtig erscheinen.

So gesehen kann der Mensch seiner eigenen Wahrnehmung theoretisch nicht trauen, da diese immer in geringem Maße verzerrt ist, weil auch jede Person von verschiedenen Menschen unterschiedlich wahrgenommen wird.

Wichtige Vertreter sind Ernst von Glasersfeld, Jean Piaget, der Biophysiker und Kybernetiker Heinz von Foerster, als auch die Neurobiologen Humberto Maturana und Francisco Varela.

Zu dieser Strömung gehört im weiteren Sinne auch die soziologische Systemtheorie von Niklas Luhmann.

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