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Silvio Gesell

Johann Silvio Gesell (* 17. März 1862 in Sankt Vith (heute Belgien); † 11. März 1930 in der Obstbau-Genossenschaft Eden bei Oranienburg) war Kaufmann, Finanztheoretiker, Sozialreformer und Begründer der Freiwirtschaftslehre.

Die Entdeckung der Notwendigkeit einer der Natur und dem Menschen gemäßen Geldordnung gab dem Leben Gesells eine entscheidende Wende.

Er wurde zum Sozialreformer. Seine Erkenntnisse verbreitete er durch eine Fülle von Broschüren, Büchern, Aufsätzen und Vorträgen in deutscher und spanischer Sprache. 1916 erschien sein Hauptwerk „Die natürliche Wirtschaftsordnung“ durch Freiland und Freigeld, das seither zehn Auflagen und zahlreiche Übersetzungen erlebte. Gesell, ohne Hochschulbildung, hat seine Erkenntnisse aus praktischen Erfahrungen und Beobachtungen als Geschäftsmann gewonnen, ergänzt durch das Studium wirtschaftlicher Literatur (Pierre Joseph Proudhon, Karl Marx, Henry George u. a.). Dementsprechend sind seine Bücher und Schriften in anschaulicher Sprache geschrieben und praxisbezogen.

Gesell baute seine volkswirtschaftlichen Überlegungen auf den Eigennutz des Menschen als gesundem, natürlichem Antrieb, der es ihm erlaube, seine Bedürfnisse zu verfolgen und wirtschaftlich tätig zu sein. Dieser Gegebenheit müsse auch eine Wirtschaftsordnung gerecht werden, sonst sei sie zum Scheitern verurteilt.

Deshalb nannte Gesell die von ihm entworfene Wirtschaftsordnung „natürlich“. Mit dieser Haltung stellte er sich bewusst in Gegensatz zu Karl Marx, der eine Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse forderte.

In Berücksichtigung des Eigennutzes trat Gesell ein für freien, fairen Wettbewerb mit gleichen Chancen für alle. Dazu gehörte für ihn der Abbau aller ererbten und gesetzlichen Vorrechte. Jeder sollte sich allein auf seine persönlichen Fähigkeiten abstützen müssen, damit aber auch sein Auskommen finden können. In der von ihm angestrebten „natürlichen Wirtschaftsordnung“ würde der freie Wettbewerb den Begabtesten gerechterweise das höchste Einkommen sichern, ohne Verfälschung durch Zins und Bodenrente.

Ebenso würde sie den weniger Befähigten ein ausreichendes Auskommen gewähren, weil ihnen keine Abgaben für Zins und Bodenrente auferlegt sein würden. Ein gerechter Ausgleich von Arm und Reich wäre möglich. Daneben stünden für die Unterstützung von Bedürftigen genügend Mittel zur Verfügung, weil das erhöhte Durchschnittseinkommen jedem erlaube, für sie das Nötige aufzuwenden.

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