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Eigenkapitalkosten

Die Eigenkapitalkosten sind eine Grundlage für die Berechnungsmodelle eines Unternehmens, die Renditeforderungen der Kapitlageber kalkulatorisch abzubilden.

Da Eigenkapital in der Regel keine direkten Kosten verursacht, können Eigenkapitalkosten auch als kalkulatorische Opportunitätskosten betrachtet werden.

Dabei handelt es um eine Mindestrendite, die mit dem gleichen Kapital bei anderen Investitionen hätte erwirtschaftet werden können.

Im englischsprachigem Raum wird dieser Wert als "Capital Asset Pricing Model" CAPM bezeichnet.

Einerseits wird ein risikofreier Zinssatz verwendet, den langfristige Staatsanleihen versprechen (z.B. zehnjährige Euroland Anleihe).

Andererseits verschafft man sich einen Überblick über sog. Marktrisikoprämien, welche durch eine zu erwartende Zusatzrendite, mittels Investitionen in andere Anlageformen, wie z.B. Aktien, entstehen könnten.

Wie rechnet man so etwas aus?

Nehmen wir an, eine langfristige Aktienrendite erwirtschaftet rund 5% Rendite und der risikofreie Zinssatz einer Anleihe würde bei 1,5% liegen.

In diesem Fall läge die durchschnittliche Marktrisikoprämie (5 - 1,5) bei ca. 3,5%.

Diesen Wert multipliziert man nun mit einem Messbetrag, der Beta genannt wird und die Schwankungsintensität einer Aktie gegenüber dem jeweiligen Börsenindex zum Ausdruck bringt.

Ein Beta von z.B. 1,1 würde bedeuten, dass der Börsenkurs einer Aktie um 11% steigt, falls der Index dies um 10% tun würde.Es ist also gewissermaßen die Maßzahl für die Volatilität und das Risiko eines Investors.

Diese Beta Werte kann man übrigens bei jeder Börsennotierung ohne Schwierigkeiten, über das Netz, in Erfahrung bringen.

Mit Hilfe folgender Formel könnten demnach die Eigenkapitalkosten nach dem so genannten Capital Asset Pricing Modell (CAPM) abgebildet werden.

Formel:

Risikofreier Zinssatz + (Marktrisikoprämie * Beta)

Beispielrechnung: 1,5 + (3,5 * 1,1) = 5,35 %

Vorteile:+ + findet häufig Verwendung bei der Unternehmensbewertung + + Komponenten sind einfach zu erklären und zu finden + + dient zur Ermittlung der Gesamtkapitalkosten;

Nachteile:+ + Ein Faktoren-Modell ++ das Beta ist stark abhängig vom zugrundegelegten Zeitraum und es ist vergangenheitsorientiert, aber das ist Buchhaltung allgemein ;o))

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